um 316 n. Chr.
Ein Kind des Militärs
Geboren am Rand des Römischen Reiches, aufgewachsen in Italien.
Martin kommt um das Jahr 316 in Savaria zur Welt, einer Stadt in der römischen Provinz Pannonien – heute heißt sie Szombathely und liegt in Ungarn. Sein Vater ist Militärtribun, ein hoher Offizier. Er gibt seinem Sohn einen Namen, der Programm ist: Martinus, abgeleitet von Mars, dem römischen Kriegsgott.
Die Familie zieht bald weiter nach Ticinum, dem heutigen Pavia in Norditalien. Dort wächst Martin auf. Das Römische Reich ist in diesen Jahren im Umbruch: Kaiser Konstantin hat das Christentum gerade erst erlaubt, viele Familien halten aber weiter an den alten Göttern fest – so auch Martins Eltern.
Trotzdem zieht es den Jungen in die christlichen Versammlungen. Mit etwa zehn Jahren lässt er sich gegen den Willen seiner Eltern als Taufbewerber aufnehmen. Getauft wird er da noch nicht – das war damals oft eine Entscheidung für später im Leben.
Für Kinder erzählt
Martin wurde vor sehr langer Zeit in Ungarn geboren. Sein Papa war Soldat und wollte, dass Martin auch einer wird. Aber Martin interessierte sich für ganz andere Sachen.
Wusstest du?
Der Name Martin bedeutet so viel wie „dem Kriegsgott Mars geweiht“ – ausgerechnet der Mann, der später den Kriegsdienst verweigert hat.















